
Ein 3D-Drucker klingt interessant, aber welches Verfahren passt zu Ihrem Betrieb? Wie funktioniert eigentlich ein 3D-Scan? Und lohnt sich die Anschaffung solcher Geräte überhaupt? Im 3D Lab des Digitalisierungszentrums finden Sie Antworten durch eigenes Ausprobieren. Verschiedene Geräte, verschiedene Verfahren und eine persönliche Einführung: alles kostenfrei.
Was Sie im 3D Lab erwartet
Sie kommen, schauen und können Ideen für Testdrucke mitbringen. Olivier Kress führt Sie in die Geräte ein, erklärt die Unterschiede zwischen den Verfahren und zeigt anhand konkreter Beispiele, welches Gerät sich für welchen Anwendungsfall eignet. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
Am Ende des Besuchs wissen Sie:

Die Geräte im Überblick

FDM-Druck
Bambu Lab H2D: Multifunktionssystem für Hochgeschwindigkeitsdruck und digitale Fertigung
Der leistungsstärkste Drucker im Raum. Der Bambu Lab H2D verarbeitet eine breite Palette an Materialien: Von Standard-Kunststoffen bis hin zu technischen und faserverstärkten Filamenten wie Nylon oder carbonfaserverstärkten Kunststoffen und druckt dabei deutlich schneller als herkömmliche FDM-Geräte. Er eignet sich für belastbare Prototypen, funktionale Bauteile und kleinere Serien mit hohen Anforderungen an Festigkeit, Präzision und Maßhaltigkeit. Zusätzlich ermöglicht das System Lasergravuren und Laserschnitte sowie digitales Schneiden und Plotten von Papier, Karton, Folien und weiteren Materialien.

FDM-Druck
Creality Ender 3: Einstiegsdrucker für erste Erfahrungen mit dem 3D-Druck
Der Creality Ender 3 zeigt, was ein FDM-Drucker im Einstiegssegment leisten kann und welche typischen Herausforderungen beim Einstieg auftreten. Er eignet sich, um erste Erfahrungen mit dem 3D-Druck zu sammeln und zu bewerten, wie sich die Technologie in bestehende Arbeitsabläufe integrieren lässt.

FDM-Druck
Creality CR-30 (PrintMill): Kontinuierlicher 3D-Druck für Kleinserien und lange Bauteile
Dieses Gerät löst ein spezifisches Problem: Beim herkömmlichen 3D-Druck muss die Druckplatte nach jedem Objekt manuell geleert werden. Der CR-30 transportiert fertige Bauteile automatisch ab und setzt den Druckprozess ohne Unterbrechung fort. Besonders geeignet für längliche Bauteile sowie für Anwendungen, bei denen mehrere Teile effizient in Serie gefertigt werden sollen.

DLP-Druck
Elegoo Saturn: Hochauflösender Druck für filigrane und präzise Bauteile
Der DLP-Druck (Digital Light Processing) arbeitet mit UV-aushärtendem Kunstharz und erzielt eine Oberflächenqualität sowie Detailgenauigkeit, die mit klassischen FDM-Druckern nur schwer erreichbar ist. Der Elegoo Saturn eignet sich für filigrane Geometrien, präzise Prototypen, Dentalanwendungen und andere Einsatzbereiche, in denen eine hohe Genauigkeit und Oberflächenqualität gefragt sind.

SLS-Pulverdruck
Sintratec S3: Industrieller Kunststoffdruck für komplexe Geometrien und funktionale Bauteile
Der Pulverdrucker ermöglicht die Herstellung hochfester Kunststoffbauteile mittels Selektivem Lasersintern (SLS). Da keine Stützstrukturen benötigt werden, lassen sich komplexe Geometrien, Hohlräume und bewegliche Strukturen realisieren, die mit anderen 3D-Druckverfahren nur schwer oder gar nicht umsetzbar sind. Die Technologie eignet sich für funktionale Prototypen, belastbare Endbauteile und Kleinserien. SLS-Druck wird heute in vielen Industrieunternehmen für Entwicklung, Testing und Produktion eingesetzt und gilt als eines der wichtigsten additiven Fertigungsverfahren für technische Kunststoffbauteile.

Lebensmittel-3D-Druck
Procusini: Digitale Fertigung mit essbaren Materialien
Der einzige Drucker im Raum, der mit essbaren Materialien arbeitet. Schokolade, Teige, Cremes oder ähnliche Füllmassen lassen sich auf Basis digitaler Modelle präzise und reproduzierbar verarbeiten. Der Procusini eignet sich insbesondere für individualisierte Dekorationen, Formen und Produkte in Gastronomie, Konditorei und Lebensmittelverarbeitung.

3D-Scanning
Shining3D EinScan Pro 2X Plus: Strukturiertes Licht-Scanning zur digitalen Erfassung von Objekten
Mit dem 3D-Scanner im 3D Lab lassen sich bestehende Bauteile, Werkzeuge oder Objekte schnell und präzise digital erfassen. Das System arbeitet mit strukturiertem Licht (Structured Light Scanning) und erfasst Geometrien berührungslos in hoher Detailgenauigkeit. Die erzeugten 3D-Modelle können direkt weiterverarbeitet, dokumentiert oder als Grundlage für Nachfertigungen und Anpassungen genutzt werden.
Woher kommt das 3D-Modell?
Für den Druck brauchen Sie eine digitale Vorlage. Dafür gibt es je nach Ausgangssituation verschiedene Möglichkeiten:
3D-Scannen
Sie haben ein bestehendes Teil und möchten es digital erfassen? Auch diese Technologie können Sie im Digitalisierungszentrum ausprobieren: 3D-Scan
Digitale Konstruktion
Mit CAD-Software wie Fusion 360, SolidWorks oder CATIA kann ein Bauteil am Computer konstruiert werden.
Online-Plattformen
Auf Plattformen wie Printables, Thingiverse oder GrabCAD finden Sie kostenlose und kostenpflichtige 3D-Modelle.
Falls Sie noch kein Modell haben, ist das kein Problem. Beim Besuch im 3D Lab können wir einfache Beispiele nutzen, um die Verfahren zu vergleichen. Bei Bedarf unterstützen wir Sie auch bei der Erstellung eigener Modelle.
Das ist aus Besuchen im 3D Lab entstanden
Für wen ist das 3D Lab?
Das 3D Lab richtet sich an alle, die 3D-Druck und 3D-Scan für ihren Betrieb prüfen oder die Technologien zunächst kennenlernen möchten.

Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Die Einführung erfolgt individuell, abgestimmt auf Ihren Anwendungsfall.
Projektbegleitung
Wenn Sie bereits eigene Hardware angeschafft haben, unterstützen wir Sie auf Wunsch bei den ersten Schritten im Unternehmen. Dazu können die Inbetriebnahme, der Aufbau von Arbeitsabläufen sowie erste Druck- oder Scanprozesse gehören.
Auch bei der Entwicklung von Prototypen und ersten konkreten Anwendungsfällen können wir Sie unterstützen.

Ihr Ansprechpartner für das 3D Lab
Olivier Kress
Fachberater IoT & 3D-Druck
0731 72557529
o.kress@dz-uab.de

3D Lab FAQ
Sie haben Fragen?
Wir haben Antworten.
Damit vor dem ersten Druck keine Fragen offenbleiben, klären wir hier die wichtigsten.



