3D-Scan: Reale Objekte in die digitale Welt bringen

3D gedrucktes Teil unter einer UV Lampe.
Technik-Setup mit Laptop, Kamera und 3D-Scanner im Digitalisierungszentrum Ulm Alb-Donau Biberach Neu-Ulm. Modern
Modern
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Ein 3D-Scanner misst die Oberfläche von Objekten, Bauteilen oder Räumen mit hoher Präzision und erstellt daraus ein digitales 3D-Modell.

Heute stehen neben professionellen 3D-Scannern auch Handscanner und appbasierte Lösungen zur Verfügung. Je nach Anwendungsfall können damit auch ohne umfangreiche Vorkenntnisse 3D-Modelle erstellt werden.


So können Sie einsteigen

Sie haben Fragen zum 3D-Scan oder zur Weiterverarbeitung der Daten? Wir beraten Sie zu Ihrem Anwendungsfall und möglichen Technologien.

Im 3D Lab können Sie den Ablauf vom Scan bis zum 3D-Druck kennenlernen und ausprobieren.

Beim InnoTeamDay können Sie 3D-Scan als Modul kennenlernen und ausprobieren.


Was bringt ein 3D-Scan Ihrem Unternehmen?

Der Nutzen hängt vom Anwendungsfall ab. Besonders lohnend ist der Einsatz in diesen Bereichen:

Ersatzteilproduktion

Alte Teile ohne vorhandene Zeichnung scannen und für den 3D-Druck aufbereiten. Besonders wertvoll für Maschinenteile, die nicht mehr lieferbar sind, oder für handwerkliche Einzelstücke.

XR-Anwendungen

Gescannte Objekte und Räume können in AR- oder VR-Anwendungen eingebunden werden. Mögliche Anwendungen sind Produktpräsentationen, virtuelle Rundgänge oder Schulungen.

Produktentwicklung

Bestehende Objekte können digitalisiert, modifiziert und weiterentwickelt werden, ohne sie vollständig manuell nachkonstruieren zu müssen.

Handwerk und Bauwesen

Räume, Fassaden oder Bauteile können digital erfasst werden. Die Daten können anschließend als Grundlage für Planung, Umbau oder Dokumentation dienen.

Fertigung und Qualitätsprüfung

Gescannte Bauteile lassen sich mit CAD-Konstruktionsdaten vergleichen. So können Abweichungen sichtbar gemacht und fehlerhafte Teile frühzeitig erkannt werden.

Wo 3D-Scanning an Grenzen stößt

Sehr kleine, stark reflektierende oder transparente Oberflächen lassen sich mit vielen Scannern nur schwer erfassen. Auch hier klären wir vorab, ob eine Lösung existiert.


Anwendungsbeispiele aus der Region


Scan-Methoden im Überblick

Es gibt mehrere Wege, ein digitales 3D-Modell aus einem realen Objekt zu erstellen:

  • Photogrammetrie berechnet aus vielen Einzelfotos, aufgenommen mit einem Smartphone oder einer Kamera, zunächst eine Punktwolke und anschließend ein dreidimensionales, texturiertes Modell. Einsteigerfreundliche Apps wie Polycam ermöglichen das direkt vom Smartphone. Die Open-Source-Software Meshroom erlaubt das auf einem leistungsstarken Rechner ohne laufende Kosten.
  • LiDAR (Light Detection and Ranging) misst Abstände mit Lichtpulsen und liefert präzise Tiefeninformationen. Apple integriert LiDAR-Sensoren seit dem iPhone 12 in seine Geräte. Damit lassen sich Räume und Objekte direkt per Smartphone scannen, mit deutlich besserer Präzision als reine Kameraaufnahmen.
  • Structured Light-Scanning erfasst Objekte über projizierte Lichtmuster und hochauflösende Kameras und erzeugt daraus präzise Punktwolken und 3D-Modelle. Das Verfahren eignet sich für Anwendungen in Industrie, Produktentwicklung und Reverse Engineering sowie für mittlere bis größere Objekte.

Die erstellten Modelle lassen sich in VR- und AR-Anwendungen einbinden, für den 3D-Druck aufbereiten (STL-Format) oder als Basis für CAD-Konstruktionen verwenden. Für XR-Anwendungen empfehlen sich die optimierten Formate GLB/GLTF oder USDZ.

Person arbeitet an einem Laptop mit spezieller technischer Ausrüstung im Digitalisierungszentrum.

Unsicher, welche Technik zu Ihrem Anwendungsfall passt? Wir beraten Sie gerne.


Wir begleiten Sie

Ob Sie zunächst prüfen möchten, ob 3D-Scanning für Ihr Unternehmen infrage kommt, oder bereits einen konkreten Anwendungsfall testen möchten: Sprechen Sie uns gerne an. Die Erstberatung ist kostenfrei.

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Ihr Ansprechpartner für den Bereich 3D-Scan


Olivier Kress

Fachberater IoT & 3D-Druck
0731 72557529
o.kress@dz-uab.de

Teambilder olivier kress

3D-Scan
FAQ

Sie haben Fragen?
Wir haben Antworten.
Damit beim 3D-Scan nicht mehr Fragezeichen als Datenpunkte entstehen, klären wir hier die wichtigsten Fragen.

Handscanner für den Einstieg sind ab etwa 1.000–3.000 € erhältlich. Professionelle Systeme kosten 10.000–50.000 €. Für sporadische Anwendungen lohnt sich oft das Einmieten oder die Nutzung im DZ vor einer eigenen Investitionsentscheidung.

Ja. Photogrammetrie funktioniert mit jeder guten Smartphone-Kamera. Apps wie Polycam berechnen aus mehreren Aufnahmen ein 3D-Modell. iPhone-Modelle ab iPhone 12 bieten dank LiDAR-Sensor noch bessere Ergebnisse für Objekte und Räume.

Je nach System zwischen 0,1 mm und 1 mm Abweichung. Für die meisten industriellen Anwendungen ist das ausreichend. Bei Präzisionsbauteilen sollten die Anforderungen vorab geklärt werden. Wir helfen dabei.

Gängige Formate (OBJ, STL, STEP) lassen sich in den meisten CAD-Programmen öffnen. Für den 3D-Druck oder CNC-Fräsen sind oft zusätzliche Aufbereitungsschritte nötig. Für XR-Anwendungen empfehlen sich GLB/GLTF oder USDZ. Wir zeigen Ihnen den Workflow für Ihren Anwendungsfall.

Bei Scans von Personen oder urheberrechtlich geschützten Gebäuden und Objekten sind Persönlichkeitsrechte und Bildrechte zu beachten. Bei 3D-Modellen aus Asset-Stores gilt es, die Lizenzbedingungen zu prüfen. Wir weisen Sie darauf hin.


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